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Zimt bei Menstruationsbeschwerden – so hilft das Wintergewürz

Gerade im Winter, wenn der Duft von Lebkuchen, Glühwein und Zimt in der Luft liegt, fühlen sich die Menschen wohlig warm und geborgen. Düfte wecken Erinnerungen und fördern gute Gefühle. Aber nicht nur das: Zimt hat eine Vielzahl an heilenden Wirkungen - auch im Zusammenhang mit der Periode und auftretenden Menstruationsbeschwerden. Was bei der Einnahme von Zimt beachtet werden sollte, in welcher Form wir Zimt zu uns nehmen können und wie er sich auf deine Menstruation auswirken kann – wir fassen es für dich zusammen.

Cassia- oder Ceylon-Zimt – wo liegt der Unterschied?

Kurz vorweg: Zimt ist nicht einfach Zimt. Es wird zwischen zwei relevanten Zimtsorten unterschieden: Cassia- (Cinnamomum cassia) und Ceylon-Zimt (Cinnamomum ceylanicum). Der etwas günstigere Cassia-Zimt kommt aus China. Optisch unterscheidet er sich von dem aus Sri Lanka stammenden Ceylon-Zimt - insbesondere, wenn er in Stangenform gekauft wird. Während Cassia aus einer einzigen, dicken, aufgerollten Rindenschicht von älteren Bäumen besteht, wirft der Ceylon-Zimtbaum eher mehrere dünne Innenrinden ab. Auch geschmacklich sind die beiden Sorten unterschiedlich. Cassia schmeckt kräftig und leicht süß, Ceylon hat ein eher sanftes Aroma.

Cassia- und Ceylon-Zimt

Der wichtigste Unterschied ist jedoch der Cumaringehalt, der beim Ceylon-Zimt eher gering ist. Beim verhältnismäßig günstigen Cassia-Zimt fällt dieser jedoch deutlich höher aus. Wichtig zu wissen: Bei übermäßigem Verzehr kann Cumarin nieren- und leberschädigend sein. Erwachsene mit einem Körpergewicht von ca. 60 kg sollten daher täglich nicht mehr als einen gestrichenen Teelöffel Cassia-Zimt zu sich nehmen. Der Ceylon-Zimt ist mit seinem verschwindend geringen Anteil an Cumarin unbedenklich. 

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Ist Zimt gut für die Periode?

Zimt kann einem während der Periode gut tun? Vielleicht magst du es kaum glauben, aber es ist tatsächlich so. Bereits vor tausenden von Jahren erkannten indische Gelehrte die heilende Wirkung von Zimt bei Menstruationsbeschwerden . In Ayurveda, einer Heilkunst, wird Zimt vor allem bei Verdauungsbeschwerden benutzt. Jedoch können auch starke Regelschmerzen mithilfe von Zimt gelindert werden. Doch wie wirkt Zimt in diesem Zusammenhang? Welchen Effekt hat er auf die Periode und die damit einhergehenden Beschwerden?


Zunächst solltest du wissen, dass Zimt durch seinen hohen Mangangehalt schon vor der Periode das Prämenstruelle Syndrom (PMS) reduzieren kann. Das Prämenstruelle Syndrom umfasst sowohl körperliche als auch psychische Symptome, die bereits ein paar Tage vor Beginn deiner Periode auftreten können. Das können zum Beispiel Menstruationsschmerzen, Kopf- oder Rückenschmerzen oder Stimmungsschwankungen sein.


Dazu stimuliert Zimt die Gebärmuttermuskulatur und er hat somit eine krampflösende Wirkung. Zusätzlich kann Zimt die Menstruation anregen oder Wehen auslösen. Daher ist gerade für Schwangere beim Verzehr von Zimt Vorsicht geboten.


Eine weitere Eigenschaft von Zimt ist seine antibakterielle und antimykotische Funktion. Daher kann Zimt unter anderem unterstützend gegen eine Blasenentzündung helfen.


Während der Periode leiden viele Menstruierende unter Verdauungsbeschwerden und auch hier kann Zimt Abhilfe schaffen. Er gilt als krampflösend, verdauungsfördernd und appetitanregend. So kann Zimt die Muskelaktivität in der Magen-Darm-Wand fördern, wodurch die Verdauung angeregt wird. Damit ist er dein Helfer bei Magen-Darm-Problemen.


Kann Zimt die Menstruation auslösen?

Viele Personen wünschen sich die Periode, beispielsweise wenn eine wichtige Prüfung oder der Sommerurlaub ansteht, schon früher herbei. Schließlich kann die Menstruation mit diversen körperlichen und psychischen Beschwerden einhergehen und damit das Wohlbefinden negativ beeinflussen. Gibt es also vielleicht sogar bestimmte Lebensmittel, die den Menstruationszyklus beeinflussen und die Regelblutung auslösen können?

Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass Zimt die Menstruation auslösen kann und dich dann gefragt, ob es sich dabei nur um einen Mythos handelt. Diese Vorstellung beruht auf alten Überlieferungen und Volksweisheiten. Wir können dir an dieser Stelle schon mal verraten, dass Zimt nicht direkt die Periode auslösen kann - hier gibt es kaum wissenschaftliche Beweise. Jedoch kann Zimt deine Durchblutung fördern und deinen Hormonspiegel regulieren . Dadurch könnten sich deine Menstruationszyklen verbessern. Neben dem hohen Mangangehalt ist in Zimt auch Hydrocychalcon enthalten. Das kann dabei helfen, den Insulinspiegel auszugleichen und die Regelblutung zu normalisieren. Eine unregelmäßig auftretende Periode könnte damit also Geschichte sein. Was es mit einem unregelmäßigen Zyklus sonst noch auf sich hat, kannst du auch in unserem Blogbeitrag  dazu nachlesen.

Zimt bei Regelbeschwerden - so kannst du ihn zu dir nehmen

Als Öl zum Einnehmen oder zum Einreiben auf die Haut, gerollte oder klein geschnittene Zimtrinde für die Zubereitung von Zimt-Tee oder als Zimtpulver zum Verfeinern von Getränken und Gerichten. Du erkennst also: Zimt ist in den unterschiedlichsten Darreichungsformen genießbar. 


Zimttee

Du hast mit einer gestörten Verdauung aufgrund deiner Menstruation zu kämpfen? Dann eignet sich nach dem Essen vor allem eine Tasse Zimttee oder Zimtaufguss. Du solltest jedoch stets darauf achten, den Aufguss oder Zimttee nicht mit kochendem Wasser ziehen zu lassen. Ansonsten könnte die entzündungshemmende Wirkung verloren gehen. Um Zimttee herzustellen, brauchst du nicht viel: 

- 1 Tasse heißes Wasser
- 1 Zimtstange (Ceylon-Zimt)
- 1 Teelöffel Honig

Gieße einfach das heiße, nicht kochende Wasser über den Zimt und Honig und rühre einmal um. Nach einer Ziehzeit von etwa 10 Minuten kannst du deinen Zimttee genießen.

Natürlich kannst du den Zimt auch einfach einem Tee, wie beispielsweise Grüntee, beimischen (auch gut bei Erkältung ;)). 


Ätherisches Zimtöl
Falls du es noch nicht wusstest: Zimt gibt es auch in Form eines ätherischen Öls. Zimtöl besitzt viele heilende Eigenschaften. So kann es unter anderem zur Beruhigung des Nervensystems beitragen. Für die orale Einnahme eignen sich Kapseln, für die Anwendung über die Haut solltest du es in der Ellenbogenfalte auftragen. Mache hier jedoch vorher einen Test an einer kleinen Hautstelle, um sicherzugehen, dass du nicht allergisch bist oder andere Hautreizungen auftreten.

Zimt-Urtinktur
Zur Linderung von Menstruationskrämpfen kannst du Zimt auch als Urtinktur einnehmen. Nehme etwa dreimal täglich 20 Tropfen Zimt-Urtinktur ein. Die beste Wirkung erzielst du damit, kurz nachdem die Unterleibsschmerzen sich bemerkbar gemacht haben. 

Unser Tipp: Wärme wirkt bei Menstruationsschmerzen wohltuend und krampflösend. Probiere doch mal unseren Taynie Wärmegürtel aus. Dank des Klettverschlusses kannst du die Wärme der integrierten Wärmflasche dort anwenden, wo du sie benötigst - und das ohne, dass etwas verrutscht. 

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