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Wie bitte? Perioden-Tabu?

Tabuisierung der Menstruation

Die Menstruation ist in der heutigen Gesellschaft leider oft noch ein Tabuthema, auch wenn sich in den letzten Jahrzehnten bereits viel Einsatz für Aufklärung aufgetan hat. Das Verständnis, dass die Menstruation eine ganz natürliche körperliche Funktion ist, fehlt oft. Viele empfinden immer noch Scham oder Unbehagen darüber zu sprechen oder sehen die Menstruation sogar als etwas Unansehnliches oder Abstoßendes an. Das ist auch heute noch oft im Verhalten von Menstruierenden zu beobachten.
Die Menstruation steht unangemeldet vor der Tür. Für Tampons, Binden & Co. ist gerade nicht vorgesorgt. Und der Vorrat zu Hause ist außer Weitreiche. Was tun?
Die “Tampon-Tauscher:innen”
Vielleicht kommt das dem ein oder anderen bekannt vor …
Es wird Ausschau gehalten nach einem möglichen “Tampon-Deal”. Möglichst unbemerkt wird der nächsten weiblichen Person zugeflüstert “Hast du einen Tampon für mich?” und schon beginnt der Deal. Oft fällt es schon schwer, die Worte “Periode” und “Menstruation” zu verwenden. Stattdessen fallen Code-Beschreibungen wie “Ich habe die Erdbeerwoche” oder “Die red Days lassen Grüßen”.
Männer werden dabei behandelt wie die Polizei, die als Letztes etwas von dem Vorkommnis mitbekommen dürfen. Unter den “Tampon-Tauschern” wird dann nach möglicher “Ware” gesucht. Die Übergabe des Menstruationsartikel erfolgt dann ebenfalls möglichst unauffällig hinter dem Rücken oder unter dem Tisch und in enger Übergabe von Hand zu Hand, bis der “Deal” schließlich abgeschlossen ist.
Aber warum ist das so? Warum verhalten sich Menstruierende wie Dealer, wenn es um benötigte Menstruationsartikel geht?
Tabus können in der Kinderstube anfangen …

Wie bei vielen Gewohnheiten liegen die ersten Erfahrungen, die später mit ins Leben getragen werden, in der Kinderstube. Den ersten Austausch zum Thema Menstruation erhalten vielen Menstruierende von ihren Müttern, Schwestern, Freundinnen oder Frauenärztinnen/Frauenärzten. Hier kann die Tabuisierung bereits anfangen. Wenn dem/der Menstruierende/n bereits im frühen Alter beibringt, dass man über die Menstruation möglichst nicht öffentlich spricht, setzt sich so eine schambehaftete Grundüberzeugung und eine Tabuisierung schon während der Kindheit im Verhalten fest. Oft wird signalisiert, dass über sogenannten Frauenthemen nicht öffentlich und schon gar nicht mit Männern gesprochen wird. Dafür seien die Menstruierenden selbst da.

Viele Männer werden dadurch bereits ausgeschlossen und fühlen sich fortan sichtlich unbehaglich in Gesprächen über Menstruation und werden so ebenfalls im Verhalten der Tabuisierung der Menstruation gefördert. Ein endloser Kreislauf beginnt.

Eine offene Kommunikation ohne Scham ist hier das A und O, um den Kreislauf der Tabuisierung zu brechen, ihm entgegenzuwirken und eine Normalisierung für die Thematik zu schaffen.

Wie Tampon- und Binden Werbung tabuisiert

Die Tabuisierung der Menstruation findet sich auch in der Tampon- und Bindenindustrie wieder. So wurde viele Jahrzehnte mit einer Verzerrung der Wahrheit geworben, indem für werbliche Zwecke blaue oder zart-rosane Flüssigkeiten als Symbol für die Menstruation verwendet wurden. Die Wahrheit wird so verschleiert und die Periode wird nicht gezeigt, wie sie ist - blutrot. Das verunsichert nicht nur Menstruierende in der Wahrnehmung ihrer Menstruation, sondern führt auch bei Männern zu einer verzerrten Wahrnehmung.

Enttabuisierung der Periode
Die Bewegung für die Aufklärung und Normalisierung der Menstruation nimmt stetig zu.

So wurden beispielsweise bis Ende 2019 Menstruationsartikel wie Tampons und Binden noch mit 19 % versteuert. Es gab eine große Bewegung, die sich dafür einsetzte, Menstruationsartikel als Güter des Grundbedarfs mit 7 % zu versteuern. Und sie haben auch Gehör gefunden. Der neue Beschluss lautete, dass die Tampon-Steuer ab dem 1. Januar 2020 der Vergangenheit angehört und die besagten Produkte fortan nur noch mit 7 % zu besteuern sind.

Weiterhin klären viele Userinnen und User unter Hashtags wie #LiveTweetYourPeriod, #endperiodshame, #periodpositive, #periodproud, #iloveperiods oder dem indischen #happytobleed öffentlich über die Menstruation auf und appellieren an eine Normalisierung und einem unverkrampften Umgang mit der Menstruation.
Warum die Menstruation so wichtig ist
Die Periode ist eine ganz natürliche Körperfunktion, die weder krank, unhygienisch noch unansehnlich ist. Wenn es zu keiner Befruchtung des Eis im Zyklus der/des Menstruierenden kommt, wird dieses Ei durch die Menstruation hinaus befördert. Die während des Zyklus aufgebaute Gebärmutterschleimhaut, in die sich das Ei bei einer Befruchtung einnisten kann, wird ebenfalls nach außen transportiert, wenn es zu keiner Befruchtung kommt. So kann im nächsten Zyklus ein neues Ei und eine neue Gebärmutterschleimhaut gebildet werden.

Kommt es zu einer Befruchtung während des Zyklus, bleibt die Menstruation entsprechend aus.

Periodenunterwäsche unterstützt die Natürlichkeit der Periode
Periodenunterwäsche leistet einen Beitrag zur Enttabuisierung der Periode. Periode muss und soll nicht versteckt werden. Im Gegenteil soll sie in ihrer Natürlichkeit gefördert werden. Periodenunterwäsche unterstützt den Körper in seinem natürlichen Fluss der Periode, ohne die sensiblen Schleimhäute und Organe durch Fremdkörper zu reizen oder auszutrocknen.

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Quellen:

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